Energieausweise

Was ist ein Energieausweis?

Der Energieausweis gibt Auskunft über die energetische Qualität eines Gebäudes. Er wurde 2007 auch für Bestandsgebäude eingeführt, damit sich Käufer, Mieter, Pächter oder Leasingnehmer schon vor einer Kauf- oder Mietentscheidung ein Bild über den energetischen Zustand des Objekts machen können. Der Energieausweis soll mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt schaffen und zusätzliche Anreize geben, die im Gebäudebestand vorhandenen erheblichen Energiesparpotenziale verstärkt zu realisieren. energetische Modernisierungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen können nicht nur die Heizkosten deutlich senken, sondern auch maßgeblich zum Wohnkomfort und nicht zuletzt zum Klimaschutz beitragen.

Bei bestehenden Wohngebäuden ist bei Verkauf, Neuvermietung, Neuverpachtung oder Leasing ein Energieausweis auszustellen und dem Interessenten auf Wunsch vorzulegen. Der Energieausweis stellt die Ergebnisse des berechneten Energiebedarfs oder des gemessenen Energieverbraus das und erleichtert die Einschätzung der energetischen Eigenschaften des Gebäudes. Gleichzeitig enthält der Energieausweis Modernisierungsempfehlungen.

Als erste Einschätzung ist ein Energieausweis nützlich; eine umfassende Energieberatung kann durch ihn nicht ersetzt werden.


Die EnEV sieht für die Energieausweise im Gebäudebestand grundsätzlich 2 Ausweisvarianten vor: 

den Energie-Bedarfs-Ausweis

und

den Energie-Verbrauchs-Ausweis


Welcher Ausweis für welches Gebäude?

Dies hängt entscheidend von der Größe, der Nutzung, dem Alter und der energetischen Qualität des Gebäudes ab:

Größere Wohngebäude

(ab fünf Wohneinheiten) und Nichtwohngebäude haben laut EnEV unabhängig vom Baualter eine uneingeschränkte Wahlmöglichkeit zwischen Energiebedarfs- und Energieverbrauchsausweis.

Kleinere ältere Wohngebäude

die weniger als fünf Wohnheinheiten haben und für die der Bauantrag vor dem 01.11.1977 und damit vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung gestellt wurde, besteht die Wahlfreiheit ob Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis dann, wenn das Gebäude entweder schon seit Baufertigstellung oder seit einer späteren Sanierung dem Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung von 1977 entspricht. Ansonsten darf für diese Gebäude seit dem 01.10.2008 nur noch ein Energiebedarfsausweis ausgestellt werden.

Denkmalgeschützte Gebäude

sind von der Ausweispflicht bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder Leasing ausgenommen.